23.05.2011 - Endspurt

von: Jogy

...hieß der große Plan für das letzte Saisondrittel der VR-Masters 14, denn immerhin durfte noch heimlich ein kleines Auge auf die Top10 der Meisterschaft, aber vor allem auf die Sicherung der Podestplatzierung in der Teamwertung gehofft werden.

vrma14_089.jpg

Zum Auftakt der letzten drei Rennen stand einer meiner persönlichen Höhepunkte auf dem Plan und die Erwartungen waren dementsprechend hoch. Schließlich haben wir vor Urzeiten selbst einmal ein Ovalrennen mit dem Formula V8 veranstaltet (vgl. entsprechende News), so dass neben einiger Erfahrung auch ein erprobtes Set in die Waagschale geworfen werden konnte. Das Training zeigte jedoch, dass dieses bei Wind, mit dem in der Masters immer gefahren wird, durch eine etwas längere Übersetzung und erhöhen des Flügels (vorne 1° und hinten 2°) optimiert werden musste.
Die leisen Hoffnungen auf einen Podestplatz oder wenigstens eine Platzierung unter den ersten Fünf wurde sowohl mit Startplatz sechs in der Qualifikation als auch zu Beginn des Sprintrennens genährt. An der (erweiterten) Spitze im 'belgischen Kreisel' mitfahrend kam es in der achten Runde dann zu einer versehentlichen, aber selbst verschuldeten Berührung mit SioL S. Flemming, die dessen Rennen leider, leider frühzeitig beendete, während meines -Glück im Unglück- wenigstens im Mittelfeld fortgesetzt werden konnte. Dort ging es etwas turbulenter zu und in der 28 von 33 Runden fand sich mein Bolide nach einer kleinen Kollision in Turn1 auf dem Dach wieder, was nicht nur wenig Punkte, sondern vor allem den Start vom Ende des Feldes im Hauptrennen bedeutete.
Dieses war auf die doppelte Distanz angesetzt und die Aufgaben klar: aus eventuellen Starttumulten raushalten, um dann möglichst schnell einen Partner für's Kreiseln zu finden. Ersteres ließ sich problemlos bewältigen, aber die Suche dauerte etwas bis D. Topka vom Team Simracing-Fahrerlager.de dann doch kurz wartete und es gemeinsam auf die Jagd der Vorderleute ging. Das Zusammenspiel war zwar nicht ganz so harmonisch wie es hätte sein können, aber es funktionierte und am Ende reichte es hinter ihm zu einigermaßen versöhnlichen Platz acht. Damit waren die Chancen in der Fahrerwertung zwar dahin, aber bei den Teams konnte der zweite Platz erfolgreich verteidigt werden.

14 Tage später waren die Vorzeichen dann gänzlich andere. Das Fahren des LX6 macht an sich zwar Spaß, aber wie man dieses schnell tut, ist und wird mir wohl auch ein Rätsel bleiben. Außerdem empfinde ich South City für dieses Biest einfach als zu eng, zumal auf Chicane Route reversed in jeder Runde ein Totalschaden in der Unterführung nach Start/Ziel oder in der 'Busstop'-Schikane droht, wenn die Linie mal um einen Hauch nicht stimmt.
Die Qualifikation ging dementsprechend prompt in die Hose und von Startplatz 21 aus wurde es auch im Sprint nicht wesentlich besser, so dass nach 16 nervenaufreibenden Runden die schwarz-weiß karierte Flagge die Erlösung als 19. brachte. Auch im doppelt so langen Hauptrennen gelang mir nicht besonders viel und trotz Rundenzeiten wenigstens in der Nähe der 1:12er-Marke fand ich mich im Ziel sogar noch zwei Plätze weiter hinten im Klassement.
Ob die (berechtigte!) Verwarnung inklusive besonderer Beobachtung wegen der Unfallverursachung aus dem vorherigen Rennen zu dieser wenig erbaulichen Leistung beigetragen hatte, spielte keine Rolle, denn das fahrerische Unvermögen war (an diesem Tage) einfach zu groß. Damit war der Traum von den Top10 dann endgültig ausgeträumt.

Aber wenigstens stehen die Zeichen für ein tolles Abschneiden in der Teamwertung -Dank der guten Ausbeute meines SG-Partners TSF.B. Reichert (8. und 2.)- weiterhin gut. Aston North sollte das richtige Pflaster sein, um mit einem der GTRs die nötigen Punkte einfahren und vielleicht auch die "Notlösung", unter die besten 15 in der (Einzel-)Meisterschaft, erreichen zu können.